Erweiterte Krebsvorsorge

Erweiterte Krebsvorsorge

Verbesserte Krebsvorsorge mit Thin Prep®. Seit der Einführung des herkömmlichen Krebsvorsorgeabstrich am Muttermund vor 30 Jahren ist die Sterblichkeit des Muttermundkrebses um 70% gesunken. Die Rolle des Abstrichs kann zwar nicht unterschätzt werden, doch weist der Test erhebliche Mängel auf.
Die Abnahmetechnik, Verunreinigung durch Blut und Schleim oder Entzündungszellen können das Ergebnis beeinträchtigen. Der Thin Prep© Test wird als Ersatz für den herkömmlichen Abstrich eingesetzt.

Im Vergleich zur konventionellen Methode wird das Zellmaterial nicht direkt auf den Objektträger aufgetragen, sondern in eine Konservierungslösung gegeben.

Im Labor wird diese Lösung separiert und als dünne gleichmäßige Schicht auf den Objektträger aufgetragen und damit ein klares Zellbild erreicht, was eine optimale Beurteilung durch den Zytologen ermöglicht.

Bei auffälligen Befunden besteht die Möglichkeit aus dem bereits entnommenen Material weitere Untersuchungen durchführen zu lassen z.B.auf Humanes-Papilloma-Virus- oder Chlamydieninfektionen.

Es besteht auch die Möglichkeit direkt einen Abstrich auf HPV (Humanes-Papilloma-Virus) durchzuführen.

Bei HPV-Virushandelt es sich um eine Gruppe kleiner Viren, die Warzen oder Krebsvorstufen bis hin zu Krebs im Anogenitalbereich verursachen können. Es werden 2 Typen unterschieden: die Gering-Risiko-Typen, die Warzen hervorrufen und die Hoch-Risiko-Typen, die zu Krebsvorstufen und Gebärmutterhalskrebs führen können.

Es ist wahrscheinlich die häufigste Geschlechtskrankheit, die meist unbemerkt verläuft. Unter genitalen Warzen leiden ca. 1 – 2 % der Bevölkerung.
Etwa 2 – 5 % der Frauen weisen PAP-Abstriche mit Zellveränderungen auf, die
durch HPV verursacht sein können.

HPV wird hauptsächlich, aber nicht ausschließlich durch sexuelle Kontakte übertragen. Genitale Warzen können sich nach dem Kontakt in einem Zeitraum von 4 Wochen bis 8 Monaten entwickeln, sie sind in der Regel spontan innerhalb von 8 – 14 Monaten ausheilend, nur bei einem geringen Teil von Frauen kann eine Infektion über Jahre und Jahrzehnte dauerhaft vorliegen, bevor sich Warzen oder Veränderungen am

PAP-Abstrich entwickeln.

Der Nachweis einer HPV-Infektion kann durch einen Spezialabstrich zusätzlich zum PAP-Abstrich im Rahmen der Krebsvorsorge bei Frauen ab 30 Jahren erfolgen.

Heute ist bekannt, dass eine anhaltende Infektion (Hoch-Risiko-Typen) der Grund für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs sein kann. Liegt bei einem negativen PAP-Abstrich ein negativer HPV-Nachweis vor, kann das Vorliegen einer Krebsvorstufe mit 99 % Sicherheit ausgeschlossen werden. Eine Integration in die Krebsvorsorgeuntersuchung ist z. Z. noch nicht vorgesehen.

Sollte bei dem Test der Nachweis von Hochrisiko-HPV erbracht werden, so ist dies kein Anlass zur besonderen Beunruhigung. Durch engmaschige Kontrollen bietet sich dann die Möglichkeit, neu auftretende Veränderungen des Krebsvorsorge-Abstriches früher zu erkennen und zu behandeln.
Die Chance für eine bestmögliche Früherkennung und erfolgreiche Behandlung
ist für Sie damit erhöht.

Zwei Impfungseren gegen HPV sind seit einigen Jahren zugelassen. Und von der STIKO für junge Mädchen von 12 - 17 Jahren empfohlen. Die Impfung wird am Besten noch vor dem ersten Sexualkontakte angeraten. Die aktuelle Studienlage zeigt, dass die Impfung gut gegen Gebärmutterhalskrebs und Krebsvorstufen wirkt.

Auch ältere Frauen können von einer Impfung profitieren, diese wird dann aber nicht von der Krankenkasse erstattet, kann aber als sog. IGel Leistung erfolgen. Sprechen Sie uns bei Interesse gerne an.

Kontakt

Dr. Heike Pfost Frauenärztin
Nymphenburger Str. 84
80636 München

089-3591638